Sehr geehrte Damen und Herren,

Neue dbb Bundesleitung gewählt – Wildfeuer: „Frauenpolitische Durchschlagskraft
gestärkt“
Mit der Wiederwahl von Kirsten Lühmann und Astrid Hollmann mit überwältigender
Mehrheit als stellvertretende dbb Bundesvorsitzende sieht die dbb bundesfrauenvertretung
die frauenpolitische Durchschlagskraft im dbb gestärkt. „Astrid Hollmann
und Kirsten Lühmann haben in den vergangenen fünf Jahren ein solides
Fundament für eine moderne frauenpolitische Gewerkschaftsarbeit in
der dbb Bundesleitung gelegt. Hierauf gilt es nun mit vereinten Kräften
aufzubauen. Nicht zuletzt steht ihr Erfolg auch für den einer energischen
Frauenbewegung im dbb“, stellte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb
bundesfrauenvertretung, auf dem 23. dbb Gewerkschaftstag in Berlin
am 12. November 2012 heraus. „Der dbb hat das Zeug dazu, seine Position
als tonangebende Gewerkschaft im öffentlichen Dienst auszubauen. Dazu
benötigt er aber die uneingeschränkte Unterstützung der weiblichen
Beschäftigten – denn mehr als die Hälfte der im öffentlichen Dienst
Beschäftigten sind Frauen.“
„Noch steht der dbb am Anfang, eine Gewerkschaft der Frauen im öffentlichen
Dienst zu sein. 2012 waren von insgesamt 868 stimmberechtigten Delegierten
nur 215 Frauen“, erläuterte Wildfeuer. Zwar sei der Anteil der weiblichen
Stimmberechtigten seit 2003 von knapp 17 auf jetzt rund 25 Prozent
gestiegen. Bei einem Anteil von einem Drittel weiblicher Mitglieder
dürfe man sich mit diesem Ergebnis aber nicht zufrieden geben. Wildfeuer:
„Laut Satzung sollen in den Organen des dbb Frauen und Männer entsprechend
dem Anteil der weiblichen und männlichen Einzelmitglieder vertreten
sein. Das schließt die Bundesleitung ebenso ein wie den Gewerkschaftstag.“
Aufgabe der neuen Bundesleitung müsse es nun sein, gemeinsam mit der
dbb bundesfrauenvertretung die erklärten Ziele bis zum nächsten Gewerkschaftstag
2017 umzusetzen. „Dazu brauchen wir starke unabhängige Frauenvertretungen
in den Mitgliedsgewerkschaften und Landesbünden. Aber auch kompetente
Frauen, die bereit sind, Posten zu übernehmen: Frau muss Zukunft gestalten“,
so Wildfeuer.
Auch dem frisch gewählten dbb Bundesvorsitzenden Klaus Dauderstädt
sprach die dbb bundesfrauenvertretung das Vertrauen aus: „Ich bin mir
sicher, dass der dbb mit Klaus Dauderstädt an der Spitze die Verschmelzung
von Tarifunion und Beamtenbund im Sinne aller – auch der weiblichen
Mitglieder – zum Erfolg führen wird. Gemeinsames Ziel muss es sein,
einen zukunftsfähigen öffentlichen Dienst zu gestalten, der für Männer
und Frauen in jeder Phase ihres Berufslebens attraktive berufliche
Perspektiven bietet“, sagte Helene Wildfeuer am Wahlabend des dbb Gewerkschaftstages.